Kai mag seinen Gummiball. Der ist weich, mit Luft gefüllt und hat mittellange Gummihaare. Die Erwachsenen (na gut ich) waren davon auch sehr fasziniert.
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Die Laura Plantage wurde nach einer Tochter einer der letzten Besitzer benannt, als sie zwischen Geschwistern aufgeteilt wurde. Die Tochter wuchs in einer neuen Zeit auf, in der Creolische Werte weniger und weniger wichtig wurden und der amerikanische Way of Life auch die ehemaligen spanischen Kolonien durchdrang. Sie heiratete einen Amerikaner und zog nach St. Louis. Die Plantage wurde verkauft um angefallene Schulden zu bezahlen und verwilderte über die Zeit, bis das Grundstück vor ein paar Jahren von neuen Besitzern erworben wurde. Die fanden ein altes Plantagenhaus unter dem Gestrüpp und beschloßen sie wieder herzustellen und als Museum zu betreiben. Im Bild kann man den neuen Besitzer im wiederhergestellen formalen Garten sehen. Neben dem Hauptanbau von Zuckerrohr, Baumwolle oder Indigo, wurden auch ein Küchengarten, Bananen und Palmen gepflegt. Der Garten enthielt viele tropische Pflanzen, aber auch ganz normale Kräuter und Gemüse. Hier war sie wieder, diese seltsame Vermischung der Kulturen, die es nur hier im Süden gibt. Es ist niemals einfach, die vielfaltige Musik, die verwachsene Geschichte, die betörende Cuisine. Leider wird der Süden oft nur als “die rassistischen Sklavenhalter” abgestempelt, aber das kenne ich ja schon von Deutschland, das hier oft zuerst mit den Nazis und schnellen Autos verbunden wird. Das ist natürlich alles etwas komplexer. Heute sind nur noch weniger der vielen in einer langen Reihe angeordneted Sklavenhütten zu sehen. Diese Häuser waren bis in die 1960er Jahre von Nachkommen der originalen Sklaven bewohnt. Der Flaschenbeetrand gefiel mir besonders gut, und ich hab schon einige Bier- und Weinflaschen gesammelt um sie im Frühling in meinem Garten einzusetzen. Neben einigen afrikanischen Techniken beim Hausbau, wurden auch traditionellen europäische Bauweisen verwendet. Wegen einem Hausfeuer vor zwei Jahren, kann man hier die Fachwerkwand und einen dicken Deutschen sehen. Zum Hausbau wurden die vorhin schon erwähnten Sumpfzypressen verwendet, die im Sumpf geholzt, zurechtgeschnitten und nach Plan mit speziellen Markierungen organisiert wurden. Diese Arbeit wurde von Senegalesischen Sklaven übersehen, die als besonders talentierte Architekten geschätzt wurden. Wegen der Nähe zum Mississippi und der damit verbundenen Flutgefahr, wurden die Herrenhäuser der Plantagen immer zwei- oder mehrstöckig gebaut. Washküche, Lagerräume, und andere Arbeitsräume wurden im spartanischem Untergeschoß angelegt, Empfangsräume, Schlaf- und Wohnzimmer der Besitzer lagen alle im Obergeschoß und hielten teure Möbel, wichtige Papiere und andere Wertsachen von eventuellen Flutwassern fern. Das Leben der Creolen war nicht nur räumlich sondern auch kulturell von den Amerikanischen Einwohnern getrennt. Creolen sahen sich mit ihrer Abstammung von französischen oder spanischen Adelsfamilien als zivilisierter und würdiger als die bürgerlichen Amerikaner, mit ihren neuartigen demokratischen Ideen. |
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